Info Aminosäuren

Der Aminosäurepool

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, sagt die Bibel in der Genesis. Das sehen Chemiker und Biologen ganz anders. Sie sagen, dass der Anfang allen Lebens in den Aminosäuren gelegen hat. Heute wissen wir auch, dass der Fortbestand allen Lebens davon abhängt. Unsere zunehmende Fehlernährung durch einseitige, chemisch veränderte oder wertlose Nahrungsmittel lässt eine zunehmende Unterversorgung mit essentiellen Aminosäuren stattfinden. Diese hat gravierende Folgen, die sich schleichend einstellen.

Schauen wir uns daher einmal die Aminosäuren näher an. Wie die moderne Wissenschaft herausgefunden hat, gibt es mehr als 250 Aminosäuren. Für den Menschen sind acht essentielle Aminosäuren lebenswichtig, nämlich Methionin, Valin, Isoleucin und Leucin, Lysin und Phenylalanin, Tryptophan sowie Threonin. Der Körper braucht immer alle acht zur selben Zeit, da keine Aminosäure ohne die anderen arbeiten kann. Jeder Überschuss an einer Aminosäure wird folglich ausgeschieden, falls diese die anderen nötigen Aminosäuren nicht zum Anketten vorfindet. Zugleich ist eine Unterversorgung mit auch nur einer einzigen essentiellen Aminosäure Anlass genug, um die sieben überschüssigen auszuscheiden. Ihr Nutzen geht dem Körper also verloren. Neben den essentiellen Aminosäuren kennt man noch semi-essentielle und nicht-essentielle. Man weiß zum Beispiel, dass Kranke oder Jugendliche neben den acht essentiellen auch noch die semi-essentiellen Aminosäuren Arginin und Histidin brauchen. Oft werden die Aminosäuren mit dem Buchstaben L sowie einem Bindestrich geschrieben. Essentielle Aminosäuren müssen wir zwangsweise mit der Nahrung aufnehmen. Ein Hühnerei enthält beispielsweise alle essentiellen Aminosäuren. Einige stehen aber nur selten in Nahrungsmitteln zur Verfügung. Der Körper kann sie daher aus bestimmten Vorstufen selber herstellen.

Das alles klingt sehr nach Wissenschaft. Warum sollte man sich als Laie damit befassen? Weil es einen direkt betrifft! Leistungssportler und Bodybuilder benutzen Aminosäuren ebenso wie Mediziner, die in der AIDS-Behandlung damit Erfolge erzielen. Auch in der Ernährungsheilkunde haben Aminosäuren längst einen wichtigen Platz eingenommen. Die zunehmende Unterversorgung in der Nahrung wird immer häufiger mit der Einnahme von Nahrungsergänzung konterkariert. Last, but not least kann man bei der Behandlung von Erektionsstörungen und Impotenz mit Aminosäuren gute Behandlungserfolge erzielen. Grund genug, sich näher damit zu befassen! Aminosäuren wie L-Arginin sind Stoffe, mit denen sich die Wissenschaft immer öfter befasst. Der Medizin-Nobelpreis von 1998 ging nicht umsonst an die Wissenschaftler Furchgott, Ignarro und Murad. Sie hatten die Wirkung von L-Arginin im menschlichen Körper untersucht. Andere Wissenschaftler befassen sich mit anderen Aspekten. Dabei prägte man den Begriff "Aminosäurepool" für die Gesamtheit aller in Körperdepots und dem Blutkreislauf gespeicherten und folglich zur Verwendung zur Verfügung stehenden Aminosäuren. Alle durch die Nahrung aufgenommenen Proteine müssen im Verdauungstrakt aufgeschlossen werden. Sie werden dann wieder in den Blutkreislauf aufgenommen. So gelangen sie ins Bindegewebe und die intrazellulären Speicher. Die höchste Konzentration von Aminosäuren findet sich in den Körperzellen. Bestimmte Aminosäuren speichern sich in den Muskeln, andere im Bindegewebe. Jede Aminosäurekonzentration und Zusammensetzung ist so, wie es nützlich für den Körper ist. Als größtes Reservoir an Aminosäuren kann die Skelettmuskulatur angesehen werden. Die Größe des Aminosäurepools ist abhängig von den Faktoren Ernährung, Alter, Geschlecht, Verbrauchssituation oder Erkrankung.

Aminosäuren sind im Grunde chemische Verbindungen. Sie sind die wichtigsten Baustoffe von Proteinen. Erst durch die Aufspaltung durch Enzyme können körpereigene Proteine aufgebaut werden. Dabei können nicht- oder semi-essentielle Aminosäuren in essentielle oder semi-essentielle umgewandelt werden. Als essentiell benennt man jene, die der Körper nicht selber herstellen kann. Sie müssen zwingend durch Lebensmittel aufgenommen werden. Die nicht essentiellen Aminosäuren kann der Körper in ausreichender Menge herstellen. Als semi-essentielle Aminosäuren bezeichnet man solche, die nur unter bestimmten Bedingungen in Lebensmitteln zugeführt werden müssen - zum Beispiel in Belastungssituationen oder nach Erkrankungen. Es ist eine Wissenschaft für sich! Fakt ist aber, das ein erhöhter Verbrauch oder eine verminderte Versorgung des menschlichen Körpers mit Aminosäuren Folgen hat. Wenn die Nahrung heute einerseits nicht mehr ausreichende Vitalstoffe enthält und wir andererseits durch Diäten, einseitige Kost oder ungesunde Leistungssport eine Mangelsituation erzeugen, geht das irgendwann nach hinten los. Der Wissenschaft zum Dank kann man heute Defizite oder Mehrverbrauch durch Nahrungsergänzung ausgleichen. Stoffwechselbedingte Defizite sind dank moderner Erkenntnisse therapierbar.

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